Für die eigentlich Erfassung der Wetterdaten setzen wir die Telemetrie-
Wetterstation der Conrad Electronic GmbH ein,
die allerdings vor einiger Zeit aus dem Sortiment genommen wurde und im Augenblick
nicht mehr vertrieben wird.
Die Wetterstation ist nach dem Baukastenprinzip konzipiert und besteht im
Wesentlichen aus einer Basis-Einheit und verschiedenen Sensor-Modulen, die
an diese angeschlossen werden. Wir verwenden dabei folgende Sensoren:
Sensormodul 1: Auf diesem Sensormodul befinden sich Sensoren zu Erfassung
folgender Größen:
Lufttemperatur (Meßbereich: -27,5°C bis 100°C)
relative Luftfeuchte (Meßbereich: 10% bis 90% )
Helligkeit (Meßbereich: 0 Lux bis 85000 Lux)
Den Helligkeits-Sensor verwenden wir allerdings nicht, da die Messwerte nicht
sehr aussagekräftig sind. Der Grund dafür ist zum einen der Standort der Wetter-
station unter Bäumen (durch die Bewegung der Äste und Blätter entstehen kurzfristig
große Schwankungen) und zum Anderen die Tatsache, dass nur einmal pro Stunde ein
Messwert genommen wird (Diese Zeit ist viel zu lang, um z.B. Aussagen über die
Entwicklung von Wolken machen zu können, da siese Vorgänge schneller ablaufen).
Sensormodul 2: Dieses Sensormodul dient zur Erfassung des Luftdrucks
und hat einem Meßbereich von 815 mbar bis 1070 mbar.
Windgeschwindigkeitsmesser
Windrichtungsmesser
Niederschlagsmesser: Zur Niederschlagsmessung verwenden ein 1997 im Rahmen
einer Jugend-forscht Arbeit entstandenes Gerät. Dabei wird der Niederschlag in
einem Trichter gesammelt und tropft dann an einer Lichtschranke vorbei, die jeden
Tropfen registriert. Aus der Anzahl der Tropfen, der Trichterfläche und dem Vollumen
eines Tropfen wird dann die Niederschlagsmenge pro Quadratmeter ermittelt (l/m² bzw. mm).
Das Auslesen der Wetterstation erfolgt mit einem Programms namens
telmet, das eigens für
diesen Zweck entwickelt wurde und seinen Ursprung in einer
"JugendForscht"-Arbeit (1999) hat. Die aktuell verwendete Version
läuft auf einem Debian GNU/Linux-Rechner (486DX/4 100MHz, 24MB), der
über Kabel mit der Wetterstation verbunden ist. Die Daten werden
von der seriellen Schnittstelle gelesen und nach entsprechender Aufbereitung
in einer MySQL Datenbank gespeichert. Aus den hier abgespeicherten,
stündlichen Messwerten werden ausserdem Tagesdurchschnittswerte
berechnet. Der Rechner verfügt über eine Anbindung an das Schulnetz
und damit an das Internet, was das ständige Aktualisieren diser
Internetseiten ermöglicht. Zu diesem Zweck werden automatisch Graphen und
Tabellen aus der Dtenbank generiert und hochgeladen. Zusätzlich
stellt der Rechner dem Intranet über einen HTTP-Server ein
Webinterface
zur Verfügung, das dem Nutzer die Interaktive Auswahl von Daten
erlaubt.
letzte Änderung: 10.04.2003